Mittwoch, 21. September 2011

Altweibersommer oder Wilhelm Busch

In trauter Verborgenheit
  Wilhelm Busch
Ade, ihr Sommertage,
    wie seid ihr so schnell enteilt,
gar mancherlei Lust und Plage
    habt ihr uns zugeteilt.

Wohl war es ein Entzücken,
    zu wandeln im Sonnenschein,
nur die verflixten Mücken
    mischten sich immer darein.

Und wenn wir auf Waldeswegen
    dem Sange der Vögel gelauscht,
dann kam natürlich ein Regen
    auf uns hernieder gerauscht.

Die lustigen Sänger haben
    nach Süden sich aufgemacht,
bei Tage krächzen die Raben,
    die Käuze schreien bei Nacht.

Was ist das für ein Gesause!
    Es stürmt bereits und schneit.
Da bleiben wir zwei zu Hause
    in trauter Verborgenheit.

Kein Wetter kann uns verdrießen.
    Mein Liebchen, ich und du,
wir halten uns warm und schließen
    hübsch feste die Türen zu.

                                                                

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